Yves Kessler ETM-Vegetationstechnik | Privatgarten | Gartentipps für Februar

Was hätten wir in Ihrem Paradies zu tun?
Sie sind Besitzer eines Gartens, Genießer, Ästhet und Naturliebhaber.
Am liebsten machen Sie dort alles selbst. Aber manchmal fehlen Ihnen vielleicht Zeit, Ideen, Rat oder
ein spezielles Werkzeug, um zu verwirklichen, was Ihnen am Herzen liegt. Auch wir sind der Natur
verbunden und arbeiten am liebsten mit heimischen Materialien, Pflanzen, Heil- und Gewürzkräutern.
Denn Ihr Garten soll Ihnen Wellness für Geist und Seele bieten.

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Jetzt im Februar – Frühe Wärme und erneute Kälte
Dieser Winter brachte, als wir kaum noch mit ihm gerechnet hatten, starken Frost und Schnee. Man weiß nicht so recht, wie es weiter geht; denn in den meisten Gegenden Mitteleuropas wechseln von Januar bis April milde und frostige Wetterperioden miteinander ab.

Das Frostrisiko ist bei Kältegraden, wie sie üblicherweise in Ihrer Region vorkommen, für autochthone, also heimische Pflanzen gering. Vor allem die sogenannten 'exotischen' Pflanzen, und dazu werden üblicherweise alle Pflanzen mediterranen Ursprungs gezählt, sind frostgefährdet und bedürfen besonderen Schutzes.

Dabei ist es nicht immer die Sonne, die Pflanzen in dieser Zeit dazu verführt, zu früh mit dem Wachstum zu beginnen. Feuchtes Schmuddelwetter mit für die Jahreszeit zu hohen Temperaturen ist weit gefährlicher. Die Pflanzen beginnen zu sprießen, sobald die Tagestemperaturen über 5° liegen und die Nächte frostfrei sind.

Der vorzeitige Austrieb von Rosen, Bauernhortensien, Freilandfuchsien fällt oft dem Frost zum Opfer, der sich an die milden Perioden anschließt. Frühe Blüten von Magnolien, Seidelbast, Goldlack oder Bellis werden vom Frost braun. Die Pflanzen sind dann zwar nicht zerstört, aber auf eine schöne Blüte muss man bei ihnen ein ganzes Jahr warten.

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Eine gewisse Vorsicht sollte auf jeden Fall bleiben
Bei kleinen Gewächsen lohnt sich ein Abdeckvlies, das den direkten Frost abhält oder zumindest mildert. Andererseits dürfen wir die Pflanzen jetzt auch keinesfalls verpäppeln. An warmen und sonnigen Tagen sollten die Frostschutzmatten von empfindlichen Gewächsen auf dem Balkon und im Garten gelockert werden. Die Pflanzen darunter lassen sich sonst durch die Wärme zum Austreiben verführen.

Auch den Winterschutz von spät blühenden Zwiebelgewächsen wie Montbretien und Schmucklilien müssen Sie kontrollieren. Rühren sich die empfindlichen Gewächse bereits über Gebühr, muss bei erneutem Frost die Abdeckung verstärkt werden. Bei Staudenbeeten und Steingärten sollten Sie die wärmende Laub- und Mulchdecke gegen luftigere Schutzdecken aus Sackleinen oder Vlies auswechseln.

Junge Bäume, vor allem Obstbäume vertragen den Wechsel von starker Sonneneinstrahlung und tiefen Nachttemperaturen nicht. Die Rinde platzt auf, in den Wunden siedeln sich Krankheitserreger an. Schützen Sie deshalb die Rinde von gefährdeten Bäumen mit einem Kalk- oder Bio-Baumanstrich.

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So schneiden Sie gut ab
Die Samenstände der hohen Stauden und Gräser, aber auch die Sommer- und spät blühenden Sträucher wie der Schmetterlingsstrauch, die Säckelblume oder die Bartblume werden nun fast bis zum Boden zurückgeschnitten. Sie treiben dann kräftig durch und entwickeln später einen üppigen Flor.

Gehölze mit farbigen Rinden oder leuchtend farbigem Laub sind für einen kräftigen Rückschnitt dankbar. Sie schlagen nach dem Schnitt problemlos wieder aus. Die roten Äste des Sibirischen Hartriegels die gelben Zweige des Cornus Flaviramea, das Laub des Bunten Eschenahorns oder des Roten Perückenstrauchs sind später besonders farbintensiv.

Hecken lassen sich jetzt gut verjüngen. Wenn sie zu groß geworden sind oder unten verkahlen, ist bis Ende Februar Zeit dafür. Nach dem 1. März dürfen nur noch Formhecken geschnitten werden. Bei allen anderen Hecken ist der Rückschnitt zum Schutz der Tiere, insbesondere der Vögel dann gesetzlich verboten.

Junge Büsche und Bäume, im Herbst gepflanzte Heiden und Stauden werden oft durch den Frost aus dem Boden herausgedrückt. Sie müssen so schnell wie möglich zurückgesetzt und gut geschützt werden. Vergessen Sie nicht an frostfreien Tagen während der Mittagszeit mit lauwarmem Wasser zu gießen. Ist die schlimmste Kälte überstanden, wird der zusätzliche Schutz wieder entfernt, sollte aber griffbereit möglichst in der Nähe der Pflanzen bleiben.

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Die richtige Zeit, etwas für die Bodenbeschaffenheit zu tun
Sand speichert Wärme und leitet das Wasser ab, Mineralien fördern den Ertrag, Ton nutzt Feuchtigkeit und Nährstoffe bestens aus. Dazu noch lebendiger Humus. Das alles gibt es in optimaler Mischung in der Natur kaum. Jeder Boden kann nur allmählich durch Zugabe fehlender Bestandteile dem Ideal angenähert werden. Hier einige Grundformen:

Bodenarten

gute Eigenschaften

schlechte Eigenschaften

Maßnahmen zur Verbesserung

sandig

erwärmt sich gut, beste Durchlüftung, und Durchwurzelung, lässt sich gut bearbeiten

kühlt schnell ab und trocknet aus, Dünger wird in den Untergrund ausgewaschen

durch Kompostgaben den Humusgehalt erhöhen, öfters kleine Mengen Dünger ausbringen, mulchen

lehmig

speichert sehr viel Wasser, gute Düngerausnutzung

erwärmt sich nur langsam, schlechte Durchlüftung, schwer zu bearbeiten, Staunässe

Humusanteil erhöhen, gegen Verschlämmung mulchen, kalken und hacken zur besseren Durchlüftung

tonig

speichert gut Wasser und Nährstoffe, krümelige Struktur

Wasser staut sich, Boden verschlämmt leicht, schlecht durchlüftet, mangelnde Erwärmung, schwierige Durchwurzelung

Humusanteil erhöhen über Kompostgaben, mulchen

moorig

hält sehr gut die Feuchtigkeit, ideal für Moorbeet- und Heidepflanzen

meist sauer und schlecht durchlüftet, oftmals zu kalt

für durchlässigen Untergrund sorgen, reichlich kalken und Sand einarbeiten

Wenn Sie bei mildem Wetter auf den Beeten reifen Kompost, bei Bedarf Kalk oder Gesteinsmehl ausbringen, sollten Sie danach kräftig gießen, um die Lebensprozesse in Gang zu bringen. Beim Rasen wird alle 3 bis 4 Jahre Düngekalk gestreut, um dem Versauern des Bodens entgegenzuwirken. Mit Eisendünger kann man üppig wachsendes Moos bekämpfen. Nachteil: das abgestorbene Moos bildet eine Zeit lang hässliche schwarze Flecken im Rasen.

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Es kommt Leben in den Garten!
Bei offenem Boden können Sie Gehölze setzen. Frühbeete dürfen bepflanzt werden, Knoblauch und Dicke Bohnen - wenn es nicht zu kalt ist - ab Ende des Monats schon im Freiland verlegt werden. Denken Sie daran, im Topf wachsende Winterblüher wie Schneeball oder Zaubernuss an sonnigen Tagen gründlich zu wässern. Das gilt auch für Immergrüne wie Buchs oder Rhododendron.

Wenn keine starken Fröste mehr angesagt sind, können Sie die beliebten Frühlingsblüher Primeln, Stiefmütterchen... in die Erde bringen. Reinigen Sie die unbepflanzten Schalen und Balkonkästen, füllen Sie sie mit frischer Einheitserde. Pflanzen Sie möglichst bei bedecktem Himmel und geben Sie etwas Langzeitdünger hinzu.

Ohne Langzeitdünger müssen Sie nach drei Wochen dem Gießwasser Flüssigdünger zusetzen. Mitte Mai, wenn die Eisheiligen vorüber sind, machen die Frühlingsblüher dem Sommerschmuck Platz. Eine Erneuerung der Erde ist dann nicht nötig.

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Frühlingsgefühle auch bei den überwinterten Kellerkindern und Zimmerpflanzen
Für die überwinterten Sommerblüher nähert sich nun das Ende ihrer Ruhezeit. Manche sehen ganz schön mitgenommen aus. Mangel an Licht und Nährstoffen, unregelmäßiges Gießen oder Krankheitsbefall haben ihnen zugesetzt. Lüften Sie die Winterquartiere häufig und halten Sie die Pflanzen kühl, damit sie nicht zu früh austreiben.

Die Knollen von Dahlien und Gladiolen sollten Sie jetzt auf Faulstellen kontrollieren. Sie können nun mit dem Vortreiben von Knollenbegonien und Cannas beginnen, damit die Pflanzen nicht zu spät blühen. Ab Mitte des Monats werden auf der Fensterbank Sommerblumen in Aussaaterde gesät.
Alle Zimmerpflanzen, die im nächsten Monat umgetopft werden sollen, benötigen nun Flüssigdünger ins Gießwasser. Sie kräftigen sich dadurch und überstehen den oft strapaziösen Eingriff des Umtopfens besser als ohne zusätzliche Nährstoffe.

Unsere Pflanzenstärkungsmittel und ökologischen Dünger, jetzt erhältlich auf >> www.bio-duenger.de.
Fragen Sie uns, wir beraten wir Sie gerne.

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